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Leitfaden zu Kiefernsperrholz-Stärken: Welche Sie angeben sollten

·6 Min. Lesezeit
Leitfaden zu Kiefernsperrholz-Stärken: Welche Sie angeben sollten

Eine der häufigsten Spezifikationsfragen neuer Holzimporteure lautet: Welche Sperrholzstärke benötige ich? Die Antwort hängt vollständig von der Anwendung ab — Spannweite, Last, Oberfläche und ob die Platte sichtbar oder verdeckt eingebaut wird.

Dieser Leitfaden behandelt das Standard-Stärkenspektrum für brasilianisches Kiefernsperrholz, typische Anwendungen für jede Stärke sowie worauf bei der Spezifikation für konstruktive Zwecke zu achten ist.


Standard-Stärkenspektrum

Brasilianisches Kiefernsperrholz wird in folgenden Standardstärken gefertigt:

Stärke (mm)Typische Anwendungen
9Leichte Regale, Möbelkorpusse, Wandverkleidung
12Möbelkorpusse, leichte Bodenbeläge, einschalige Wandplatten
15Möbel allgemein, konstruktive Wandbeplankung, Unterboden
18Möbel allgemein, konstruktive Beplankung, Bodenunterlage
21Schwerlastregale, konstruktiver Bodenbelag, Bauzaunverkleidung
24Konstruktiver Bodenbelag, Betonschalung
25Schwere Betonschalung, konstruktiver Bodenbelag
30Schwere Tiefbauschalung, Industrieböden, LKW-Ladeflächen

Das Standard-Lagersortiment von Export Brazil Pine umfasst 9–25mm. Stärken außerhalb dieses Bereichs sind auf Anfrage als Sonderbestellung erhältlich.


9mm–12mm: Rückwand- und leichte Möbelplatten

Dünnes Sperrholz im Bereich von 9–12mm wird hauptsächlich verwendet für:

  • Schubladenböden und Schrankrückwände — bei geringer Last und Auflage an allen vier Kanten
  • Dekorative Verkleidung — leichte Furnieranwendungen, architektonische Wandverkleidung
  • Hobby und Basteln — Laserschneiden, Modellbau, kleine Verpackungen

Diese Platten werden in der Regel auf Sichtqualität A/B oder besser geschliffen. Sie sind nicht tragend und dürfen über keine nennenswerte Spannweite unabgestützt eingesetzt werden.

Sperrholz am unteren Ende dieses Bereichs wird häufig für leichte Möbelteile eingesetzt. Furnierqualität und Kreuzverleimung sind besonders wichtig, um Durchzeichnung und Oberflächenfehler zu vermeiden.


9mm–12mm: Möbel und Leichtbau

Der Bereich von 9mm und 12mm ist das Arbeitspferd der Möbelfertigung:

  • Möbelkorpusse — Seitenteile, Böden, Trennwände
  • Möbelrückwände — feste Rückwände für Schränke und Bücherregale
  • Leichter Unterboden — bei Balkenabständen von 300–400mm und geringen Verkehrslasten
  • Einschalige Wandplatten — Beplankung für Innenwände

Bei 9mm-Regalböden beträgt die maximale unabgestützte Spannweite unter typischer Regalbelastung etwa 600–800mm. Darüber hinaus durchbiegt sich die Platte sichtbar.

Bei 12mm-Bodenbelägen liegt der maximale Balkenabstand bei leichter Wohnbaulast typischerweise bei 300mm. Diese Stärke ist für die meisten konstruktiven Bodenanwendungen zu gering — 15mm ist die sicherere Standardwahl.


15mm–18mm: der konstruktive Bereich

Sperrholz mit 15mm und 18mm bildet den vielseitigsten Stärkenbereich und macht den Großteil der konstruktiven und allgemeinen Bauanwendungen aus.

15mm:

  • Dachbeplankung (bei Sparrenabständen bis 400mm)
  • Wandbeplankung (Aussteifungsplatten)
  • Bodenunterlage unter Fliesen oder Vinyl
  • Möbel allgemein, wenn ein etwas geringeres Gewicht von Vorteil ist

18mm:

  • Die weltweit gängigste Stärke für Möbelkorpuskonstruktionen
  • Unterboden (Balkenabstand bis 400–450mm)
  • Wand- und Dachbeplankung
  • Bauzaunverkleidung und Baustellenpaneele
  • Verpackungskisten-Paneele

Prüfen Sie für die statische Bemessung stets die Bemessungswerte gemäß der geltenden Norm (EN 12369-2 für Europa, APA oder NDS für die USA, AS/NZS 2269 für Australien) — verlassen Sie sich nicht allein auf die Stärke.


Nicht sicher, welche Stärke für Ihre Anwendung passt? Senden Sie uns eine kurze Spezifikation, und wir bestätigen die richtige Option innerhalb von 24 Stunden. Muster anfordern →


21mm–25mm: schwer konstruktiv und Schalung

21mm:

  • Schwerlast-Industrieböden — Werkstätten, LKW-Ladeflächen
  • Konstruktiver Unterboden bei größeren Balkenabständen
  • Bauzaunverkleidung mit hoher Schlagfestigkeit

24mm–25mm:

  • Standard-Schalungsplatten mit Filmbeschichtung (typischerweise 18mm oder 21mm für leichten Beton, 25mm für schwere Betonagen)
  • Konstruktiver Bodenbelag in gewerblichen Anwendungen
  • Zwischengeschossböden (Mezzanine)

Filmbeschichtete (FF) Platten in diesem Bereich werden mit einer Phenolharzfilm-Beschichtung auf der Oberfläche gefertigt — typischerweise 120 g/m² oder 220 g/m² — und sind für mehrfache Betonagen ausgelegt (typischerweise 10–20 Einsätze bei 120g-Film, bis zu 50 bei gewerblichen 220g-Qualitäten).


30mm: schwerer Tiefbau und Industrie

30mm starkes Kiefernsperrholz ist ein Spezialprodukt, das hauptsächlich verwendet wird für:

  • Tiefbauschalung für große Betonagen (Stützen, Wände, Träger)
  • Industrieplattformen und LKW-Aufbaufußböden
  • Containerböden und schwere Verpackungsuntergründe

Bei 30mm kann Kiefernsperrholz unter typischer Bodenbelastung eine Spannweite von 1000–1200mm überbrücken. Dies ist etwa vergleichbar mit einer leichten Hartholz-Bodenplatte gleicher Stärke, wobei die Punktlastbeständigkeit von Kiefernsperrholz geringer ist.


So spezifizieren Sie die Sperrholzstärke korrekt

Die Sperrholzstärke ist ein Nennmaß. Nach EN 315 (europäische Maßtoleranzen für Sperrholz) gilt folgende zulässige Abweichung:

  • ±0,5mm bei Stärken ≤ 12mm
  • ±0,8mm bei Stärken > 12mm und ≤ 25mm
  • ±1,0mm bei Stärken > 25mm

Das bedeutet, dass 18mm-Nennsperrholz bei Stichproben zwischen 17,2 und 18,8mm messen kann. Für Anwendungen, bei denen die tatsächliche Stärke entscheidend ist (z. B. Einpassen in eine vorgefräste Nut), spezifizieren Sie die tatsächliche Mindeststärke statt der Nennstärke, oder fordern Sie kalibriertes Schleifen mit enger Toleranz an.

Standard-Plattenformate: 1220 × 2440mm (entspricht 4 × 8 Fuß) ist der weltweite Standard bei brasilianischen Herstellern. Manche Hersteller bieten für europäische konstruktive Anwendungen zusätzlich 1250 × 2500mm an.


Stärke bei filmbeschichtetem Sperrholz

Filmbeschichtetes Schalungssperrholz folgt etwas anderen Konventionen. Die Stärke der Oberflächenfolie wird in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben, nicht in Millimetern. Gängige Filmgewichte:

FilmgewichtEinsatzzyklenAnwendung
120 g/m²8–15Leichter Wohnbaubeton
200 g/m²15–25Gewerbliche Betonschalung
220 g/m²20–30Schwer gewerblich / Tiefbau

Die Trägerstärke (Sperrholzkern) für filmbeschichtete Platten liegt typischerweise bei 15mm, 18mm oder 21mm. Schwere Tiefbauanwendungen nutzen häufig Kerne von 21–25mm für die Steifigkeit, die zum Erhalt planer Oberflächen während der Betonage nötig ist.


Die wichtigsten Punkte

  • 9–12mm: Schrankrückwände, leichte Regale und Möbelteile — nicht oder nur leicht tragend
  • 9–12mm: Möbelkorpusse, Leichtbau
  • 15–18mm: der vielseitigste Bereich — Möbel allgemein, konstruktive Beplankung, Bodenbeläge
  • 21–25mm: schwerer konstruktiver Bodenbelag, Schalung
  • 30mm: Tiefbauschalung, Industrieplattformen
  • Geben Sie stets die Nennstärke an und verweisen Sie auf die Toleranz der geltenden Norm (EN 315, ANSI oder AS/NZS)
  • Bei filmbeschichteter Schalung sowohl Kernstärke als auch Filmgewicht (g/m²) angeben

Nicht sicher, welche Stärke Sie bestellen sollen? Nutzen Sie das Anfrageformular, um Ihre Anwendung zu beschreiben — wir bestätigen Ihnen die passende Spezifikation.

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